Auf faz.net lesen wir: „Die Furcht um unseren Wohlstand wächst. Wie gehen Menschen damit um, die viel Geld haben, und wie solche, die jeden Cent umdrehen müssen? Zu Besuch in beiden Welten.“ Weiter heisst es hier:

Bild aus eigenem Bestand, Bremen

„Die Stimmung ist ausgelassen im Casino des Kronberger Golfclubs. Es gibt Canapés, und wenn das Sektglas leer ist, wird sofort nachgeschenkt. Für das Wochenende ist ein Charity-Turnier geplant. Seit der Vorstand die Club-Mitglieder vor drei Wochen zum Spenden aufgerufen hat, sind knapp siebzigtausend Euro zusammengekommen, worauf man hier, in einer der reichsten Gemeinden Deutschlands, zu Recht stolz ist. Das Geld geht direkt auf das Konto des Ukrainers Maxim Soldatov, der den Club als Gastronom versorgt und weiß, wo die Spenden am besten aufgehoben sind. „Steuerlich ist das natürlich nicht so schlau, es gibt ja keine Quittung“, bemerkt einer der Männer am Tisch. Er trägt ein Jackett mit aufgenähtem Golfclub-Emblem. Aber Steuern seien im Moment zu vernachlässigen, das verstehe sich von selbst. Es ist gerade viel von Verzicht die Rede, wobei unklar bleibt, wer in Zukunft worauf verzichten soll oder muss. Noch kann kein Wirtschaftsweiser beziffern, wie hart der Krieg Deutschland treffen wird. Fest steht, dass es nicht reichen wird, ein bisschen weniger Fleisch zu essen, auf Rapsöl zu verzichten, die Heizung runterzudrehen und das Auto häufiger stehen zu lassen. Wirtschaftsminister Habeck will die „industrielle Substanz“ Deutschlands schützen. Er ist gegen einen Boykott von …“ Tim. Im Original weiterlesen (Bezahlschranke)