Raus ins Grüne und mehr Platz. So haben sich die Prioritäten der Kaufinteressenten während Corona verschoben. Eine neue Befragung vom Homeday unter den mehr als 230 Immobilienexperten des Hauses zeigt nun, dass der Trend anhält und nicht nur eine vorübergehende Erscheinung war.

Foto aus eigenem Bestand, Bremen

66 Prozent sagen, die Bedeutung des Themas Arbeitszimmer hat zugenommen. Ganze 69 Prozent sehen mehr Nachfrage nach einer Immobilie im Grünen. Immobilien, welche diesen Kriterien entsprechen, verzeichnen laut den Experten auch im Jahr 2022 eine höhere Nachfrage. Bereits seit dem Frühjahr 2020 wurde dieser Trend in zahlreichen Erhebungen festgestellt. Fraglich war nun noch, wie nachhaltig der Trend ist. “Nach Lockdowns und ‘Corona ohne Ende’ akzeptieren die Deutschen nun höhere Pendelstrecken im Tausch für mehr Grün und mehr Fläche. So wie die neuen Homeoffice-Regeln in vielen Unternehmen bleiben, hat sich auch das Käuferinteresse langfristig verschoben. Corona hat die Speckgürtel der Städte wachsen lassen. Sie können zukünftig größer gedacht werden”, erläutert Steffen Wicker, Gründer und CEO von Homeday. Die Beobachtungen können auch für Kapitalanleger interessant sein, die sich bislang auf Ballungsgebiete oder das direkte Einzugsgebiet konzentriert haben. Zahlreiche bisher als ländlich geltende Standorte könnten an Attraktivität gewinnen.

Gefragt, inwiefern Corona einen Einfluss auf die Vermarktungsdauer und die Länge der Entscheidungsprozesse hatte, sagte mit 54 Prozent die Mehrheit der Experten, dass keine Veränderung zu beobachten ist. Die übrigen 46 Prozent verteilen sich etwa in gleichen Teilen auf die Einschätzung einer kürzeren oder längeren Vermarktung. Die Online-Umfrage wurde von Homeday unter den über 230 Maklern des Unternehmens im Januar 2022 durchgeführt.