Bauherren zollen dem Thema Schallschutz nicht immer die nötige Aufmerksamkeit, beobachten die Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Dabei spielt Schallschutz gerade in Eigentumswohnungen, Reihen- und Doppelhäusern eine große Rolle für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner.

Bild aus eigenem Bestand, Bremen

Entscheidend für den Schallschutz ist die Bauweise. Je massiver und schwerer der Baustoff, umso besser der Schallschutz. Auch Schall von oben, etwa in Flughafennähe, lässt sich durch massive Bauteile, etwa aus Beton, besser blocken als mit einem klassischen Holzdachstuhl. Bei der Planung des Schallschutzes im Haus achten Experten auf den mehrschaligen Bodenaufbau, der Trittschall gut abfedert. Ideal sind elastische Bodenbeläge auf schwimmendem Estrich. Was für die Außenwand gilt, trifft auch beim Innenausbau zu: Je massiver Türen sind, umso besser schlucken sie den Schall. Und wer seine Räume mit großflächigen Vorhängen, Teppichböden und Polstermöbeln ausstattet, der lebt geräuschärmer als Menschen, die polierte Betonböden und Stahlrohrmöbel bevorzugen. Ideal sind Schallschutzfenster, aber nur, wenn auch Rollläden und Rollladenkästen entsprechend abgedichtet sind. In Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen stören sich Nachbarn oft an lauten Wasserrohren. Dort sollten grundsätzlich nur ummantelte Rohre verwendet werden. Der VPB rät Bauherren, sich schon in der frühen Planungsphase individuell beraten zu lassen, um kostengünstig das gewünschte Schallschutzniveau zu erreichen und sich später nicht über eine Standardlösung ärgern zu müssen. (VPB)