Um den Klimawandel zu bekämpfen, steigen die Energiepreise. Durch einen gut gemachten Kamin oder Kachelofen können sich Verbraucherinnen und Verbraucher dagegen wappnen.

Ein Kamin in Bremen. Neue Holzfeuerungen verursachen bis zu 85 Prozent weniger Emissionen als viele Geräte, die noch im vergangenen Jahrhundert für wohlige Wärme in den Wohnräumen sorgten

Es ist eine echte Herausforderung für alle. Die Energiepreise in Deutschland sind 2021 so stark gestiegen wie noch nie. So hat der Strompreis im Dezember laut Check24 mit durchschnittlich 33,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ein Allzeithoch erreicht. Beim Gas lagen die Kosten Verivox zufolge für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) im Dezember bei durchschnittlich 1704 Euro pro Jahr. Zu Jahresbeginn waren es noch 542 Euro weniger gewesen. Der Heizölpreis wiederum ist um mehr als 40 Prozent gestiegen.

Und auch für das neue Jahr erwarten Experten keine Entspannung, sondern einen weiteren Preisanstieg, auch durch die sehr gespannte geopolitische Lage. Die stark gestiegene Inflation hängt maßgeblich mit den steigenden Preisen zusammen. Dazu kommt die CO2-Abgabe. Ein starker Teil des Preisanstiegs hängt natürlich mit dem Kampf gegen den Klimawandel, sagt Ofen- und Kaminbaumeister Marcus Breuer, Inhaber des Familienunternehmens Kachelöfen Breuer aus Viersen, das mittlerweile auch eine Niederlassung in Heimbach in der Eifel unterhält.

Seit Januar 2021 werden für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid 25 Euro fällig. Ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh Energieverbrauch zahlt durch die CO2-Abgabe 119 Euro (Gas) beziehungsweise 158 Euro (Heizöl) pro Jahr mehr, heißt es. Bis 2025 steigt die CO2-Abgabe schrittweise auf 55 Euro je Tonne, der Gas- und Heizölpreis wird also langfristig gesehen weiter steigen. Alles in allem zahlt eine Familie in den Jahren 2021 bis 2026 1214 Euro (Gas) beziehungsweise 1608 Euro (Heizöl) allein für die CO2-Abgabe, rechnet Check24 vor.

Aber wie können sich Verbraucher dagegen wappnen? Ofen- und Kaminbaumeister Marcus Breuer betont: „Eine gut funktionierende Heizung in Form eines Kamins oder Kachelofens bringt Wärme und Behaglichkeit in den kalten Monaten – und das mit wesentlich weniger Kosten“, sagt der Experte für Wärme und Wohnatmosphäre. Der Hintergrund: Ein Kamin oder Ofen ist gleichzeitig energiesparend und umweltfreundlich. Das Heizen mit Holz ist wesentlich günstiger als klassische Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen und hilft somit, Heizkosten für Öl oder Gas zu sparen. Im Winter kann ein Kamin oder Ofen zusätzlich zur Zentralheizung eingesetzt werden, an kühleren Tagen im Frühling oder Herbst kann ein Ofen die Heizung sogar ganz ersetzen. Das führt je nach Art des Heizens zu Einsparungen von bis zu 30 Prozent.

Damit kann sich die Anschaffung eines Kamins oder Kachelofens nach mehreren Jahren allein durch die reduzierten Energiekosten amortisieren. Zudem machen sich Kaminbetreiber unabhängiger von den fossilen Rohstoffen wie Öl oder Gas, die für den Dauerbetrieb der konventionellen Heizung benötigt werden und deren Lieferung hohen Preisschwankungen oft immer häufiger auch politischen Risiken unterliegt. Damit das Haus nicht kalt wird, sind Kamine und Kachelöfen eine sehr interessante Alternative.

Dazu kommt: „Neue Holzfeuerungen verursachen bis zu 85 Prozent weniger Emissionen als viele Geräte, die noch im vergangenen Jahrhundert für wohlige Wärme in den Wohnräumen sorgten. Dank ihrer modernen Verbrennungstechnik arbeiten sie effizienter, mit höheren Wirkungsgraden und verbrauchen weniger Brennholz beziehungsweise Pellets“, sagt Marcus Breuer.

In dem Zusammenhang weist er darauf hin, dass durch den Einsatz eines Kachelofens oder Kamins eben auch die CO2-Abgaben sinken. Denn wer weniger Gas oder Heizöl verbraucht, stößt auch weniger CO2 aus. „Damit tritt ein doppelter finanzieller Effekt ein, von dem wohnlichen Mehrwert ganz zu schweigen. Mit einem modernen Kamin oder Kachelofen tragen Verbraucherinnen und Verbraucher also zum Schutz des Klimas und des Geldbeutels bei. Die Zukunft kann somit kommen.“