Auf iwd.de lesen wir ein Interview mit Pekka Sagner, Economist für Wohnungspolitik und Immobilienökonomik. Es heisst einführend: „In Deutschland gibt es immer mehr private Vermieter, die Wohneigentumsquote steigt derweil nur sehr begrenzt. IW-Immobilienexperte Pekka Sagner erklärt im iwd-Interview, welche Gründe das hat“ Dann beginnt das Interview:

Bild aus eigenem Bestand, Bremen

„Wohnen in Deutschland zu viele Menschen zur Miete?
„Zu viele“ ist mir zu wertend. Aber es sind sehr viele Mieter im Vergleich zu anderen Ländern. Zusammen mit Österreich haben wir in Deutschland die geringste Wohneigentumsquote in Europa.

Warum?
Erstens war nach dem Zweiten Weltkrieg der Wohnungsbestand in Deutschland stark zerstört, gerade in Westdeutschland. Da wollte die Regierung schnell neuen Wohnraum schaffen. Das ging am einfachsten, indem sie den Bau von Mietwohnungen – oftmals in Form großer Wohnblocks – gefördert hat. Zweitens hat Deutschland später die sehr mieterfreundliche Politik fortgeführt. Das sehen „Betroffene“ vielleicht anders. Aber im internationalen Vergleich und in der Forschung ist es unbestritten: Deutschlands Gesetze und seine Rechtsprechung schützen Mieter umfassend. Außerdem wird der Bau von Mietwohnungen weiterhin stark gefördert. Gleichzeitig unterstützt Deutschland die Wohneigentumsbildung nur begrenzt. Und wenn, geht es dem Staat eher darum, dass die Bürger sich eine weitere …“
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