Wir lesen in kleinezeitung.at: „Welche Immobilien gefragt sind, warum Wohnraum als sicherer Hafen weiter hoch im Kurs steht und wie die Folgen des „Besteller-Prinzips“ aussehen könnten. Experte Gerald Gollenz gewährt Einblicke“. Weiter heißt es im Interview:

Foto aus eigenem Bestand, Bremen

Wir schlittern von Krise zu Krise. Welche Auswirkungen haben sie auf den Immobilienmarkt?
GERALD GOLLENZ: Wir sind ein Markt, der diese Auswirkungen nicht so sehr spürt. Im Gegenteil, die letzten Krisen – Finanz- oder auch Coronakrise –, haben sogar gezeigt, dass die Leute mehr in Immobilien investieren, weil sie Sicherheit wollen.

Die Inflation ist hoch, die Zinsen sind niedrig. Legen nun noch mehr ihr Geld in Immobilien an, die dann vielleicht selten bewohnt werden? Stichwort Leerstandsabgabe.
Das ist eine Mär, die ich so nicht stehen lassen kann. Es stimmt, dass Leute Wohnungen kaufen, um einen Vermögenserhalt zu haben. Sie haben vielleicht kein Interesse, eine Rendite zu bekommen, weil sie nur Sicherheit und sich nicht mit der Vermietung beschäftigen wollen. Das ist aber die Minderheit. Die Diskussion um die Leerstandsabgabe nur auf diese paar Fälle zu reduzieren, ist sehr einfach von der Politik und zielt nicht auf das ab, auf was es abziehen soll. Das Gros, egal ob private oder institutionelle Investoren, will mit…“ Im Original weiterlesen